Grundbegriffe für Ihren Erfolg: Von Unternehmensleitbild bis SWOT-Analyse

Die Entwicklung einer Unternehmensstrategie gehört erstmal nicht zu den Kernaufgaben eines Apothekers, daher wird oft aus Ermangelung an Ressourcen und Wissen aus dem Bauch heraus und somit sehr intuitiv entschieden. Das ist prinzipiell nichts Schlechtes und führt durchaus auch zum Erfolg. Sie möchten aber mehr? Hier finden Sie die wichtigsten Begriffe rund ums Thema Apothekenstrategie kurz und einfach erläutert. Starten Sie direkt mit der Umsetzung!

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Das Leitbild

Ein Leitbild setzt sich aus einer Mission, einer Vision und den gemeinsamen Werten zusammen. Die Mission beschreibt den Zweck, den die Apotheke verfolgt, die Gründe für ihre Existenz und die Unternehmensphilosophie. Die Vision malt das Bild von der Zukunft, wie soll Ihre Apotheke aussehen? Möchten Sie zusätzlich Produkte aus der Naturheilkunde vermarkten oder liegt Ihr Schwerpunkt auf einem bestimmten Krankheitsbild? Gemeinsame Werte sind wichtig für einen guten Teamgeist, an ihnen orientiert sich das tägliche Arbeiten.


Ihr Leitbild steht? Dann haben Sie nun den idealen Rahmen für die Entwicklung Ihrer Strategie geschaffen.

Die Strategie

Bei einer Strategie geht es im Wesentlichen darum, durch geeignete Maßnahmen das Unternehmen so auszurichten, dass es im Wettbewerb um die Kunden und deren Kaufkraft besser als die Konkurrenz abschneidet. Stichwort USP (Unique Selling Proposition) auf Deutsch: Alleinstellungsmerkmal. Allein mit einem guten Bauchgefühl kommt man heutzutage oft nicht weiter oder nicht weit genug. Stillstand wird immer riskanter und kann sogar existenzbedrohend werden.

Strategie

Die SWOT-Analyse

Um Veränderungspotenzial und Verbesserungsbedarf erkennen zu können, sollten Sie zunächst Ihre eigenen Stärken und Schwächen benennen, analysieren und diese in Bezug zu möglichen Chancen und Risiken setzen: die sogenannte SWOT-Analyse (strengths, weaknesses, opportunities und threats):

 

Durch Stärken und Schwächen lassen sich der aktuelle Stand und das Potenzial der Apotheke erkennen. Stärken sind meist eine Selbstverständlichkeit geworden, Sie sollten sich ihrer aber bewusst sein, da sie die Basis für die Gestaltung der Zukunft sind.


Es kostet oft Überwindung, sich Schwächen einzugestehen, aber hat man sie erst einmal benannt, ergibt sich aus ihnen das Potenzial, die Leistungsfähigkeit der Apotheke zu erhöhen. Ihre Benennung ist die Motivation, besser zu werden.  


Während sich die Stärken und Schwächen auf interne Faktoren beziehen, richten sich die Chancen und Risiken nach externen Einflüssen, sie ergeben sich aus der Umwelt der Apotheke. Diese lässt sich in zwei Einflussbereiche unterteilen, die Mikroumwelt (z.B. direkte Konkurrenz im Stadtteil, Lieferanten, Substitutionen und Innovationen) und die Makroumwelt (z.B. politische, ökonomische, soziokulturelle oder technologische Faktoren). Diese können von der Apotheke nicht direkt beeinflusst werden, außerdem fällt es oft schwer klar zu erkennen, welcher Punkt eher eine Chance und welcher eher ein Risiko ist, manchmal ist auch beides der Fall.

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